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Medizinische Genetik weist neue Horizonte In Diagnostik und Therapie

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Medizinische Genetik weist neue Horizonte In Diagnostik und Therapie

Medizinische Genetik weist neue Horizonte In Diagnostik und Therapie


Die Chipdiagnostik ermöglicht heute auf der Basis der DNA-Microarray-Technologie parallel die Analyse tausender Gene. Auf einem Mikrochip kann ein komplettes Genom mit 30.000 bis 60.000 Genen bzw. Transkripten erfasst werden. Tausende bis zehntausende spezifischer DNA- bzw. RNA-Sequenzen können also auf einem miniaturisierten Glas- oder Siliziumträger (Microarray = 1 – 2 cm²) identifiziert werden. Das "Expressions-Profiling" in der klinischen Praxis wird in Zukunft auf dieser Basis die Identifizierung neuer "Seitenwege" des Stoffwechsels, bisher unbekannter pathogenetischer Mechanismen, von Indikatoren für die individuelle Prognose und von "drug-targets" für viele Krankheiten ermöglichen. Damit dürfte die Einführung völlig neuer Behandlungsstrategien in wenigen Jahren nicht mehr unwahrscheinlich sein.

In der Onkologie zeichnen sich bereits erste Ergebnisse ab, so bei der Differenzierung von akuter lymphatischer Leukämie (ALL) versus akute myeloische Leukämie (AML). Aus der Expression von 6.817 Genen identifizierten Golub et al. (Science 1999, 286:531) ca. 50 "prädiktivste" Gene und klassifizierten 36 von 38 "unbekannten" Leukämien korrekt, unabhängig von histologischer oder histochemischer Diagnose. Im Falle des Non-Hodgkin-Lymphoms (diffuse large B-Cell-Lymphoma) identifizierten Alzeh et al. (Nature 2001, 403:503) prognostische Subgruppen von hoher klinischer Relevanz, die bisher auf morphologischer oder klinischer Basis schwer zu klassifizieren waren. Auf ähnliche Weise konnten Sørlie et al. (PNAS 2001, 98:10869) im Falle von Brustkrebs die klinische Bedeutung von Tumorsubklassen verifizieren.

Im Zuge des im Jahr 2000 gestarteten Cancer Genome Project (CGP) erfolgt eine systematische Genom-weite Suche nach Krebsgenen. Dabei konnte z. B. erstmals nachgewiesen werden, dass zwei Drittel der malignen Melanome Mutationen in einem einzigen Gen zeigen. Das Gen BRAF ist in 66 Prozent der malignen Melanome mutiert, aber auch in 10 Prozent der Kolonkarzinome und zu einem niedrigeren Prozentsatz in anderen Tumorarten. Die systematische Suche nach einem Medikament, das in der Lage ist, durch Blockierung des BRAF-Gens das Krebswachstum zu stoppen, hat bereits begonnen.

Im Rahmen des CGP sind bereits alle Gene, die bei 48 Krebsformen des Menschen eine Rolle spielen, untersucht worden. Über 1.500 Krebszelllinien sind gesammelt worden und werden mit normalen Zellen verglichen. Von der Identifikation der bei unterschiedlichen Karzinomen beteiligten Gene versprechen sich die Forscherteams des Cancer Genome Projects eine Revolution in der Krebsbehandlung.

Gen-Varianten bei Brustkrebs
Seit einigen Jahren ist bereits bekannt, dass die Trägerinnen der Gene BRCA1 und BRCA2 einem erheblich erhöhten Risiko unterliegen, an Brustkrebs zu erkranken. Vor diesem Hintergrund ist sogar die Vornahme einer "präventiven" Brustamputation vorgeschlagen und in einer Reihe von Fällen bereits praktiziert worden. Davor ist mit Recht gewarnt worden, weil kein zwingender Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein dieser Gene und der Entwicklung eines Mammakarzinoms bei der betroffenen Frau besteht.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass auch das Gen ATM eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielt. Bei bis zu 20 Prozent aller Patientinnen mit einer Häufung von Brustkrebs in der Familie ist das ATM-Gen verändert mit einer fatalen Konsequenz: Mehr als die Hälfte der Frauen, bei denen dieses Gen mutiert ist, entwickelt vor dem 70. Lebensjahr einen Brustkrebs.

Andererseits übernimmt das intakte ATM-Gen eine wichtige Aufgabe, weil es Chromosomenbrüche repariert, die auch durch Strahlung ausgelöst werden können. Liegen Mutationen auf beiden Kopien des ATM-Gens vor – eine Kopie von der Mutter, eine vom Vater –, so entsteht ein Strahlensensibilitäts-Syndrom (Ataxia teleangiectatica). Falls nur eine Kopie des ATM-Gens mutiert ist, so besteht bei den Trägerinnen eine Veranlagung zu Brustkrebs. In den bisher darauf untersuchten Familien besteht im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung ein ca. 15fach höheres Erkrankungsrisiko.

Möglicherweise ergibt sich aus diesen Erkenntnissen einer internationalen Arbeitsgruppe um G.Chevenix-Trench (Sydney) – an der auch Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover beteiligt sind – eine Optimierung der Strahlentherapie: Da Körperzellen mit einem mutierten ATM-Gen Strahlenschäden nicht reparieren können, wird mit einer Strahlentherapie der Tumor durch Röntgenstrahlen stärker angegriffen. Diese Erkenntnis dürfte auf die verbesserten Heilungschancen betroffener Patientinnen – in Deutschland ist etwa jede 150te Frau Trägerin des mutierten ATM-Gens – erhebliche Auswirkungen haben.

"Genetisches Risikoprofil" von Krankheitsrisiken?
Das traditionelle Risikofaktoren-Konzept für Volkskrankheiten wie Arteriosklerose, Hypertonie, Diabetes mellitus, Herzinfarkt, obstruktive Lungenerkrankungen und andere dürfte durch weitere Erkenntnisse der Genomdiagnostik in hohem Maße ergänzt werden. Bioinformatiker gehen heute von ca. 5 Millionen SNP's (Single Nucleotide Polymorphisms), die unter anderem als Prädiktoren bestimmter Krankheitsrisiken in Frage kommen. So stünde in Zukunft mit der Genotypisierung auf der Basis von SNP-Chips eine Art "genetisches Risikoprofil" von Krankheitsrisiken zur Verfügung.

Abzuleiten wäre daraus für die Zukunft letztlich auch die Möglichkeit einer spezifischen Therapie für einen individuellen Genotyp. Die individuelle Prognose könnte innerhalb kurzer Zeit (in wenigen Tagen) bestimmt werden. Die Möglichkeit, die genetische Information eines Individuums auf einem Mikrochip zu speichern und auf dieser Basis das Screening individueller genetischer Profile ("Gesundheitscheck per Mikrochip") durchzuführen, erscheint faszinierend, birgt jedoch auch erhebliche Brisanz in sich. Daher sind vor einer allgemeinen Anwendung solcher neuer Technologien noch eine Vielzahl ethischer und rechtlicher Probleme zu klären.

Cave: Komplexer genetischer Hintergrund
Aus der Sicht von Bioinformatikern bestehen noch erhebliche Probleme für den Einsatz der Chipdiagnostik in der Praxis. H.-G. Klein (Martinsried) hat in dem Zusammenhang genannt:
Hohe Komplexität der Daten (z. B. ergeben sich aus 3 SNP's 27 mögliche Allelkombinationen),

fehlende mathematische Algorithmen für multiple allelische Risikoberechnungen,

fehlende multiparametrische prospektive Studien oder Familienstudien zur Feststellung der Genotyp-Phänotyp-Korrelation,

fehlende Validierung von SNP-Markern in den vorhandenen Studien.

Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten der Entwicklung eines Phänotyps als Resultat von Genotyp und der Einwirkung von Umwelteinflüssen ist vor einseitigen Wertungen einer Chipdiagnostik zu warnen. Die Problematik wird besonders deutlich, wenn man die großen Unterschiede zwischen monogenen und polygenen, multifaktoriellen Krankheiten (mit komplexem genetischem Hintergrund) in Betracht zieht:

Monogene Erkrankungen sind relativ selten (ca. 5 – 10 Prozent der Krankheitsfälle): Mutationen des betroffenen Gens weisen eine hohe Phänotyp-Penetranz und eine geringe Phänotyp-Variabilität auf, unterliegen allenfalls einer geringen Modifikation durch die Umwelt, während die Familienanamnese sehr informativ ist.

Multifaktorielle Erkrankungen mit komplexem genetischem Hintergrund sind dagegen sehr häufig (ca. 90 – 95 Prozent der Fälle); ihnen liegen meist SNP's zugrunde und es sind mehrere Gene betroffen. Die Phänotyp-Penetranz ist gering bei hoher Phänotyp-Variabilität, es erfolgt eine starke Modifikation seitens der Umwelt, während die Familienanamnese wenig informativ ist.
Typisch für monogene Erkrankungen sind beispielsweise familiäre Hypercholesterinämie, Liddle-Syndrom, familiäre adenomatöse Polyposis und familiäre "early-onset"-Demenz vom Alzheimer-Typ.

Typisch für multifaktorielle Erkrankungen mit komplexem genetischem Hintergrund sind beispielsweise Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Hypertonie, sporadische Tumorleiden und sporadische Fälle von M. Alzheimer.

Vereinfacht dargestellt, wirken sich die unterschiedlichen Einflussgrößen (Gene, Umwelt) in ganz bestimmtem Maße auf die Häufigkeit und Phänotyp-Penetranz der angeführten Krankheiten aus. Angesichts der komplexen und im Einzelfall meist schwierig zu definierenden Umwelteinflüsse kommen Ansätze zur Validierung bestimmter SNP-Parameter zu teilweise sehr unterschiedlichen Resultaten, vergleichbar auch mit den oft kontrovers diskutierten Ergebnissen epidemiologischer Studien. Dies gilt z.B. für die Assoziation von Polymorphismen in Genen, die im Metabolismus von Hormonen eine Rolle spielen, zum Auftreten von Brustkrebs.

Ethische und rechtliche Probleme
Die Interpretierbarkeit genetischer Daten stellt derzeit noch die größte Herausforderung für die Anwendung der Chipdiagnostik dar. H.-G. Klein hat jedoch auch auf erhebliche Probleme aus ärztlich-ethischer Sicht hingewiesen:
Schwierige Beratungssituation für den Arzt (Aussagekraft der Analyse, Information von Verwandten und Kindern, Haftung),

fehlende rechtliche Grundlagen (Datenschutz bei Durchführung der Analysen außerhalb des ärztlichen Labors),

Vermischung von gut etablierten und nicht validierten Markern auf einem Chip (Glaubwürdigkeit der molekulargenetischen Diagnostik),

Verwässerung des Vergütungsanspruchs von betroffenen Familien für Analysen mit klarer Indikation.

Die Chipdiagnostik stellt daher heute noch eine große Herausforderung für die Bioinformatik wie für die klinische Medizin dar. Es ist sicher sinnvoll, das Problembewusstsein bei Klinikern und praktizierenden Ärzten frühzeitig zu wecken. Das neue diagnostische Werkzeug bedarf jedoch noch erheblicher Anstrengungen seitens der Forschung und der Qualitätssicherung, bis es praxisreif ist.

Genanalysen zur Optimierung der Arzneibehandlung
Auch die klinische Pharmakologie hat durch die Genomdiagnostik wesentliche neue Impulse erfahren, woraus sich die neue Disziplin Pharmakogenetik als anwendungsorientierte Tochter der Pharmakogenomik entwickelt hat. Es hat sich gezeigt, dass eine exakte, optimale Dosierung von Medikamenten bei individuellen Patienten allein auf der Basis von Körpergewicht, Lebensalter, Nieren- und Leberfunktion nicht immer möglich ist. Mit Hilfe neuer gentechnischer Verfahren kann man heute vielmehr Patienten mit veränderter Aktivität der für den Stoffwechselabbau verantwortlichen Enzyme abgrenzen. Molekulargenetische Testsysteme sollen in diesem Sinne dazu dienen, die individuelle Reaktion eines Patienten auf die Gabe eines bestimmten Arzneimittels vorherzusagen. So benötigt man z. B. bei einem bestimmten Antidepressivum je nach genetisch bedingter Geschwindigkeit der Verarbeitung im Stoffwechsel ("fast metabolizer" versus "slow metabolizer") Dosen zwischen 10 und 500 mg pro Tag. Von enormer Bedeutung sind solche Unterschiede der Metabolisierung insbesondere für Pharmaka von geringer therapeutischer Breite. Das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei bestimmten Patienten dürfte nicht selten auf dieser Basis zu erklären sein.

Heute liegt zu dieser Problematik bereits eine Fülle von Einzelstudien vor. Nach I. Cascorbi (Greifswald) erscheint es bereits heute sinnvoll, in bestimmten Fällen zur Dosisfindung vorab eine Genotypisierung vorzunehmen. Als Kriterien dafür nennt der Pharmakologe:
Das Pharmakon wird überwiegend polymorph metabolisiert.

Das Pharmakon weist eine enge therapeutische Breite auf

Die Therapie erfolgt längerfristig.

Der Zusammenhang zwischen Genotyp und klinischem Outcome ist gesichert.

Die Relevanz einer solchen Genotypisierung lässt sich gut am Beispiel von Tolbutamid zeigen, dessen Metabolisierung vom CYP2C9-Genotyp abhängig ist. Um die Gefahr einer Hypoglykämie auszuschalten oder zumindest erheblich zu verringern, ist eine individuelle Dosisanpassung erforderlich. Bei einer Referenzdosis von 500 mg Tolbutamid empfehlen beispielsweise Meisel et al. (Clin Chem Lab Med 2000, 38:869-876) bei schwacher Metabolisierung eine Dosierung von 30 Prozent, bei normaler Metabolisierung von 50 Prozent und bei extensiv rascher Metabolisierung von 130 Prozent.

Die Wirksamkeit eines Medikamentes unterliegt im Hinblick auf Pharmakokinetik (Transport, Enzyme) wie auf Pharmakodynamik (Rezeptoren, Signalübertragung) stets komplexen pharmakogenetischen Kriterien. Metabolismus/Pharmakokinetik allein können daher in der Regel keine ausreichende Grundlage für Therapieentscheidungen geben.

Sonderfall Frau
Wenige Daten gibt es derzeit noch für Geschlechtsunterschiede in Transport, Biotransformation und Sekretion von Arzneimitteln. Relativ gut belegt sind beispielsweise Geschlechtsunterschiede in der Pharmakokinetik von Ethylalkohol bei Frauen gegenüber Männern. Frauen weisen im Vergleich zu Männern eine kürzere Halbwertzeit, ein kleineres Verteilungsvolumen und höhere Toxizität auf. Unterschiede in der Metabolisierung von Arzneimitteln bei Mann und Frau bezeichnet G.Emons (Göttingen) andererseits als moderat im Hinblick auf das Ausmaß individueller Dosisanpassungen aufgrund anderer Kriterien wie Alter (Dosisanpassung bis zu 5fach und mehr), Nierenfunktionsstörungen (10fach und mehr), Leberfunktionsstörungen (5fach und mehr), Geschlecht (bis 1,5fach?, schlecht dokumentiert), Arzneimittelwechselwirkungen (10fach und mehr). Die moderne Arzneimittelforschung hat gezeigt, dass die Pharmakokinetik in hohem Maße determiniert wird durch spezifische Transportproteine, deren Expression in Darm, Leber, Niere, Blut-Hirn-Schranke individuell sehr variabel ist, teils genetisch determiniert, teils durch Sexualsteroidhormone und demnach geschlechtsspezifisch reguliert. Bisher liegen zu dieser wichtigen Thematik allerdings nur wenig schlüssige und medizinisch anwendbare Daten vor. Bestehende Wissensdefizite gehen zum Teil auf eine alte Tendenz zurück, außerhalb der Gynäkologie Frauen von der Teilnahme an Arzneimittelstudien auszuschließen. Als Begründungen wurden vor allem ins Feld geführt: Frauen erzeugen vermeidbare Variabilität ("Hormonschwankungen"), Schutz vor Fruchtschäden. Informationsdefizite zum Metabolismus der Frau hat Emons bei fast allen Präparategruppen ausgemacht. Bei den vorliegenden Studien ist die statistische Power oft zu gering, Altersunterschiede (vor/nach der Menopause) und Zyklusabhängigkeit sind nicht berücksichtigt. Durch Aufarbeitung des bestehenden Wissendefizits seien erhebliche gesundheitliche Gewinne für Frauen zu erwarten, argumentiert Emons. Im Hinblick auf die Lebenserwartung träfe dies vor allem auf die kardiovaskuläre Arzneitherapie (Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Diuretika) und die Onkologie (diverse Zytostatika) zu, im Hinblick auf die Lebensqualität z. B. auf die Behandlung des Asthma bronchiale und die antidepressive Behandlung. Betroffen sind hier in erster Linie Präparategruppen mit relativ geringer therapeutischer Breite, wo also ein 1,5facher Unterschied in der Pharmakokinetik Bedeutung hat.

Innovationen umsetzen in medizinische Praxis
Die Erforschung genetischer Polymorphismen kennzeichnet erst den Beginn einer Entwicklung, durch die Diagnostik und Therapie ergänzt und erweitert werden können. Als vordringliche Ziele nennt H.-G. Klein (www.medizinische-genetik.de):
Identifikation von Risikopopulationen, um sinnvolle krankheitsvorbeugende Maßnahmen einzuleiten,

Zuführung von bereits Erkrankten zu einer exakteren Diagnose auf der Basis des Genotyps,

effizientere Abstimmung therapeutischer Maßnahmen auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten.

Derzeit gibt es immerhin eine Reihe genetischer Marker, deren Einsatz schon zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll erscheint. Gefordert ist weiterhin eine enge Kooperation zwischen Exponenten der genetischen Forschung und Ärzten in Klinik und Praxis. Die Anbieter genetischer Diagnostik müssen erforderliche Qualitätsstandards im Sinne einer "Evidence-based Medicine" einhalten und sich so auf gesicherter wissenschaftlicher Basis bewegen. Das ist heute noch nicht in allen Fällen gewährleistet. So gibt Klein aus Anlass einer teils polemisch geführten Diskussion unter Gynäkologen in einer Übersicht zu dieser Thematik (Frauenarzt 44 (2003) 1:30-38) am Ende zu bedenken: "In Ermangelung derzeit verpflichtend geltender Qualitätsstandards sowohl im technischen als auch wissenschaftlich-recherchierenden Bereich unterliegt die Anforderung und Interpretation genetischer Analysen in besonderem Maße der ärztlichen Verantwortung. Die meisten medizinischen Innovationen wurden anfangs heftig und kontrovers diskutiert. Durchgesetzt hat sich letztlich jedoch immer das, was dem Patienten nachweislich hilft."

Über die derzeitigen Möglichkeiten der genetischen Diagnostik und die voraussichtliche weitere Entwicklung äußerte sich Dr. H.-G. Klein in einem Interview .


 

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